01 Klimawandel

Die Radiosendung

Eine Sendung von Ines Strasser, Andreas Pruner, Christina Röll, Andrea Werner, Bella Gusenbauer und Mira Kapfinger.

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>>Hintergrundinformation zum Thema Klimawandel
>>Links und Literaturtipps der Sendungsgestalter_innen
>>Interviewpartner_innen in dieser Sendung


Hintergrundinformation

erstellt von: Virus Umweltbüro

Kurzbeschreibung

Klimawandel nimmt in der öffentlichen Diskussion mittlerweile breiten Raum ein. Immer noch gibt es Skeptiker_innen, deren in der Öffentlichkeit dargelegten Argumente, genauer betrachtet, nicht ausreichen, den menschgemachten Klimawandel wegzudiskutieren, die aber darauf bauen, dass es genügt, Zweifel zu streuen, um entschlossenes Handeln zu unterbinden. Deshalb ist ein grundlegendes Verständnis der Zusammenhänge in möglichst breiten Bevölkerungsschichten wesentlich, um für die erforderlichen Konsequenzen Akzeptanz zu finden.

Hier von Bedeutung:

  • das Wissen um den Unterschied zwischen Wetter und Klima

  • eine Erhöhung der Temperatur im Mittel (!) bedeutet nicht, dass es „bei uns“ angenehm warm wird

  • Gefahren häufigerer/stärkerer Extremereignisse

  • es gibt noch mehr Einflussfaktoren, als die Sonneneinstrahlung und die Treibhausgaskonzentration

  • vom Menschen unbeeinflussbare Prozesse (Kontinentalverschiebungen, Sonnenabstand, Sonnenaktivität) können durch Maßnahmen zur Reduktion des Treibhauseffektes nicht ausgeschaltet werden, aber ein verstärkter anthropogener Einfluss hat sehr wohl einen Effekt im Ergebnis der Überlagerung aller Einflüsse.

  • die Gefahr von (in überschaubaren Zeiträumen) unumkehrbaren Entwicklungen, verstärkenden Rückkopplungen (auch Kipppunkte genannt)

Um dem Klimawandel wirksam zu begegnen, ist eine kontinuierliche, drastische und nachhaltige Reduktion der direkt oder indirekt vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen erforderlich, um das Ausmaß der Erderwärmung zu begrenzen und das Auftreten von verstärkend wirkenden Rückkopplungseffekten, die im „worst case“-Fall das Klima zum Kippen bringen können, zu vermeiden.

Wovon eine Zielerreichung/Zielverfehlung abhängt, warum Österreich die der Erreichung seiner Klimaziele so verfehlt hat, und wo eine effektive und effiziente Schwerpunktsetzung liegen muss, ist die Schlüsselfrage beim Klimaschutz (Ausführungen dazu im weiteren Text).

Das Problem

Der durch verschiedene atmosphärische Gase verursachte natürliche Treibhauseffekt sorgt grundsätzlich für ein erträgliches Klima auf der Erde. Durch den vom Menschen verursachten zusätzlichen Ausstoß von Treibhausgasen – vor allem Kohlendioxid (CO2) erfolgt eine aufgrund der teilweise langen Verweildauer langfristig anhaltende Erhöhung der Konzentration und daraus resultierend eine Erhöhung der weltweiten Mitteltemperatur. Die seitens der Klimaforschung erwarteten Auswirkungen sind klimatische Veränderungen mit dramatischen Auswirkungen auf Lebensbedingungen bzw. Lebensräume, eine Zunahme der Häufigkeit und/oder Intensität von Extremereignissen, Schäden für Leib und Leben, wirtschaftliche Schäden.

Um dem Klimawandel wirksam zu begegnen, ist eine kontinuierliche, drastische und nachhaltige Reduktion der direkt oder indirekt vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen erforderlich, um das Ausmaß der Erderwärmung zu begrenzen und das Auftreten von verstärkend wirkenden Rückkopplungseffekten, die im „worst case“-Fall das Klima zum Kippen bringen können, zu vermeiden. Neben emissionsfördernden Formen der Landnutzung (z.B. Entwaldung) ist vor allem der Einsatz von Energie Hauptquelle anthropogener (= menschgemachter) Emissionen. Maßnahmen zur Emissionssenkung erfordern eine Verträglichkeit mit der Anforderung, die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen zu erhalten, um – auch im Hinblick auf Naturkatastrophen wie Hochwässer oder Erdrutsche - Auswirkungen der in gewissem Ausmaß unvermeidbaren Klimaveränderungen abpuffern zu können.

Die Message

Klima und Wetter sind nicht dasselbe! Und Erderwärmung heißt nicht, dass es nie mehr kalt wird!

Weltklima bezieht sich auf die globale mittlere (also durchschnittliche) Temperatur. Eine geringfügige Änderung bedeutet hier viel, und ist nicht vergleichbar mit Schwankungen der Tagestemperatur an einem bestimmten Punkt der Erdoberfläche. Erderwärmung bedeutet auch nicht, dass es immer und überall wärmer wird. Kältere Tage werden zwar statistisch seltener, Frostperioden können in den dafür in Frage kommenden Gebieten dennoch auftreten. Mehr Energie in der Atmosphäre führt tendenziell zu extremeren Wetterereignissen. Extremereignisse wie starke Stürme, Überschwemmungen etc. können an Häufigkeit zunehmen oder an Intensität oder beides. Die Bedingungen werden unvorhersehbarer, das heißt etwa, dass in der Landwirtschaft trotz von Kommentator_innen georteter besserer Bedingungen, diese höchstens auf dem Papier gegeben sein mögen. Die in der Praxis maßgeblichen Bewirtschaftungsumstände werden aber schwieriger (die besonders schwer über Modelle prognostizierbare Niederschlagsverteilung kann ungünstiger ausfallen, Wassermangel tritt womöglich gerade in den entscheidenden Wachstumszeiten auf, theoretisch bessere Wachstumsbedingungen durch erhöhtes Kohlenstoffangebot werden durch erhöhtes Risiko für Ernteschäden oder –ausfälle zunichte gemacht).

Es gibt eine Vielzahl von Einflüssen, die das Weltklima bestimmen. Dass der Mensch bei langfristigen Einflussfaktoren nicht direkt eingreifen, bzw. diese nicht außer Kraft setzen kann (Kontinentalverschiebungen, zyklische Veränderungen des Erdabstandes zur Sonne, Sonnenaktivität) heißt nicht, dass anthropogene Treibhausgasemissionen die Auswirkungen dieser natürlichen Entwicklungen nicht überlagern könnten. Wird von Kritiker_innen ins Treffen geführt, dass es über erdgeschichtlich sehr langfristige Zeiträume klimatisch deutlich wärmere Perioden mit deutlich höheren Treibhausgaskonzentrationen gegeben hat, so geht das aus folgendem Grund am Thema vorbei: Eine menschliche weltumspannende Zivilisation, wie wir sie heute kennen, ist in vergleichsweise kurzer Zeit und unter relativ stabilen klimatischen Bedingungen enstanden. Durch die weltumspannende Besiedlung ist kaum mehr möglich, drastischen Veränderungen der Lebensbedingungen einfach räumlich auszuweichen. An dieser Stelle verweisen wir auf die international immer stärker werdenden Abschottungspolitiken gegenüber Einwanderung und Flüchtlingen.

Das (bezogen auf den menschgemachten Beitrag) Haupt-Treibhausgas CO2 hat (einmal freigesetzt) eine sehr lange Verweildauer in der Atmosphäre. Ziel muss also nicht sein, an irgendeinem Zeitpunkt vorübergehend ein Emissionsreduktionsziel zu erreichen, sondern eine kontinuierliche Reduktion, um langfristig die Treibhausgaskonzentration wieder auf vorindustrielle Werte zu senken und die Erderwärmung auf einen Bereich zu begrenzen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit verstärkend wirkende Rückkopplungen bzw. Kippeffekte (z.B. Veränderung von Meeresströmungen; Freisetzung von zusätzlichem Methan bei Auftauen der Permafrostböden, Eisschmelze) ausschließt.

Die bisher vereinbarten Abkommen zur Reduktion von Treibhausgasen - früher Toronto-Ziel, aktuell Kyoto-Verpflichtung - dürfen nicht als zureichende Maßnahmen verstanden werden, sondern als Einstiegskompromiss in einem schwierigen Politikfeld, wie sich vor der Kopenhagener Klimakonferenz (COP15) im Dezember 2009 wieder eindrucksvoll gezeigt hat.

Österreich hat im Rahmen der (wie erwähnt nicht ausreichenden) Kyoto-Verpflichtungen das Ziel übernommen, seine Emissionen von sechs definierten Treibhausgasen bzw. Gasgruppen (umgerechnet in CO2 Äquivalente) bezogen auf das Basisjahr 1990 bis zum Jahr 2012 um 13% zu reduzieren. Tatsächlich wurde überhaupt nichts reduziert, sondern die Emissionen sind deutlich angestiegen. Der Spitzenwert wurde im Jahr 2005 erreicht, als die Emissionen um 18% über dem Basisjahr und um 35,6% über dem Kyoto-Ziel lagen. Anstelle eines kontinuierlichen Kyoto-Zielpfades nur an wenigen Prüfpunkten gut zu liegen und im Rest der Zeit unkontrolliert Treibhausgase auszustoßen, widerspricht dem Sinn der Sache. Selbst wenn also im letzten Jahr das Kyoto-Ziel erreicht werden würde - was mittlerweile ausgeschlossen werden kann - dann wurde auf dem Weg dorthin ständig zuviel emittiert. Kumuliert ergibt dies 142 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente Mehrausstoß gegenüber einem linearen Kyoto-Zielpfad.

Das österreichische Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie trotz Bemühungen aufgrund nicht adäquater Schwerpunktsetzungen und fehlender Ausgewogenheit der Maßnahmen ein Ziel verfehlt werden kann.

Deshalb ist es wesentlich, eine zielgerichtete Fokussierung von rechtzeitig wirksamen Maßnahmen auf die Wurzeln des Problems, also jene Sektoren, deren Emissionen besonders hoch sind, bzw. besonders rasch wachsen, zu erreichen. Offensichtlich bestehen politische Hemmschwellen in bestimmten Bereichen (vor allem dem Verkehr) ordnungspolitisch einzugreifen. Jeder einzelnen Person kommt daher in zweifacher Hinsicht Bedeutung zu. Einerseits indem durch individuelles Handeln und Lebensweise zu einer klimaverträglichen Entwicklung beigetragen wird, andererseits indem über politische Mitbestimmung Verantwortung für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik übernommen und dabei geholfen wird, mit dem erforderlichen Druck die genannten Hemmschwellen zu überwinden.

Relevante Politiken

Für die weltweite Klimaschutzpolitik sind primär die Vereinbarungen über die Emissionsreduktionsziele relevant. Die bekannteste ist das Kyoto-Protokoll, das im Jahr 2012 ausläuft. Bereits vergessen scheint, dass es bereits vor dem Kyoto-Ziel mit dem Toronto-Ziel ein verbindliches Reduktionsziel gab, das in Sachen CO2-Reduktion ambitionierter war als das Kyoto-Ziel (allerdings die anderen relevanten Treibhausgase noch nicht inkludiert hatte). Für die weitere Entwicklung entscheidend ist, welche künftigen Vereinbarungen über Post-Kyoto-Ziele abgeschlossen werden können, die sich mit den Anforderungen der Klimawissenschaft decken (die Klimakonferenz in Kopenhagen lief diesbezüglich enttäuschend). Auf EU-Ebene wurden die sogenannten 20-20-20-Ziele formuliert, die beinhalten, dass bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionswerte EU-weit um 20% gesenkt werden sollen. Um dies zu ermöglichen, soll weiters der Energieverbrauch um 20% gesenkt bzw die Energieeffizienz um 20% gesteigert (hier gibt es widersprüchliche Angaben) sowie der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtenergieversorgung auf 20% erhöht werden. Im Rahmen der internen Lastenverteilung ist für Österreich (das derzeit bei einem Anteil von 23,5% an erneuerbaren Energien – inklusive Wasserkraft - hält) ein Ziel von 34% vorgesehen (bei der Verteilung der einzelnen Ziele wurde auch auf Wohlstandsniveaus Rücksicht genommen).

Ankündigungen über weitergehende Verpflichtungen: Pressemeldungen berichteten von einer Einigung der EU-Umweltminister_innen der Europäischen Union am 21.10.2009 auf eine gemeinsame Position für den Klimagipfel in Kopenhagen. Hier sollte mit dem Ziel einer 80- bis 95-prozentigen Reduktion bis 2050 in die Verhandlungen gegangen werden. Solche Ziele sind zwar sehr ambitioniert, sind aber solange unglaubwürdig, als nicht auch kurzfristig entsprechende Zielpfade eingeschlagen werden. Als Ersatz für kurzfristige Maßnahmen ambitioniertere Fernziele zu formulieren, die schön klingen, aber nicht erreichbar sein werden, wenn nicht schon jetzt mit dem konkreten Umbau begonnen wird, ist für eine erfolgreiche Bekämpfung des Klimawandels nicht zweckdienlich.

Bezogen auf die laufenden Kyoto-Verpflichtungen gilt die Klimastrategie der österreichischen Bundesregierung als das relevante Dokument. Bedingt durch die reale Entwicklung wurde im Bestreben unter dem Strich ein –13% zu erreichen, der Weg einer ausgewogenen Strategie unter Einbeziehung aller Emissionssektoren in die Reduktionspolitik deutlich verlassen und anderen Sektoren (vor allem Landwirtschft und Abfallwirtschaft) größere Reduktionsverpflichtungen auferlegt, während vor allem dem Verkehr große Zuwächse (!) genehmigt wurden. Ein Weg, der letztendlich scheitern musste (siehe Tabelle im ANHANG 1).

Bestrebungen, ein Klimaschutzgesetz zu schaffen, wurden bisher nicht realisiert. Desgleichen ist die Novelle des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes (UVPG) im Sommer 2009 über die Bühne gegangen, ohne dass die rechtspolitische Forderung nach Verankerung der Kyoto-Verträglichkeit im Prüfrahmen umgesetzt wurde. Was der Öffentlichkeit wenig bekannt ist: zurzeit werden nämlich Auswirkungen eines UVP-pflichtigen Bauvorhabens im Rahmen einer UVP nicht geprüft und derlei Prüfbegehren zurückgewiesen.

Ein weltweit funktionierender Klimaschutz kann nur erreicht werden, wenn auch Staaten wie China und Indien beteiligt werden, deren Emissionen sich sehr dynamisch entwickeln. Dies wird jedoch nur funktionieren können, wenn die OECD-Staaten mit gutem Beispiel vorangehen. Dieses Erfordernis einer Vorreiterrolle ist es auch, warum der Beitrag von Kleinstaaten wie Österreich nicht irrelevant ist, und es daher nicht egal ist, was hier in Sachen Klimaschutz passiert.

Erforderliche Anpassungen von Energiemärkten, Wirtschaftsweisen und Verhaltensänderungen

Aus den Erkenntnissen der Klimaforschung publiziert im “IPCC Assessment Report” (IPCC 2007) resultiert die Anforderung, die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre wieder auf mindestens 350 ppm (parts per million ; 1 ppm = 1 Teilchen pro einer Million) zu drücken. Daraus ist die Notwendigkeit abzuleiten, die Emissionen aller anthropogenen Treibhausgase (gemessen in CO2-Äquivalenten) um mindestens 90% bis zum Jahr 2050 zu reduzieren. Angesichts der Größenordnung dieses notwendigen Ziels ist unmittelbar einsichtig, dass sich dies nur mit einer Einbeziehung aller Energieverbrauchs- und Emissisonssektoren, sowie einer umfassenden Umstellung in allen Lebens- Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen erzielen lässt. Es hat wenig Sinn, beim übergeordneten Thema Klimawandel auf die Detailebene zu gehen, deshalb wird auf andere Sendungen der Dynamo-Reihe verwiesen, wo im Einzelnen auf damit in Zusammenhang stehende Problematiken und Lösungsansätze eingegangen wird.

Unterstützungsmechanismen und -instrumente

Instrumente wie der Zertifikathandel können ein grundsätzlich sinnvoller Beitrag sein, wenn gewährleistet ist, dass sie nicht zum Selbstzweck werden und die Idee, entsprechende Preissignale als Hilfsmittel zu verwenden nicht durch (zuviel) Gratiszertifikate konterkariert wird.

Die Idee des Zertifikatshandels: Es werden Emissionsrechte vergeben, die gehandelt werden können. Wird weniger emittiert, als Rechte zugeteilt werden, können Rechte verkauft werden. Werden mehr Treibhausgase ausgestoßen, dann müssen Rechte zugekauft werden. So soll sich ein Markt für Emissionsrechte bilden. Ist der Marktpreis hoch genug, dann entsteht ein Lenkungseffekt. Werden aber zuviel Zertifikate ausgegeben, dann funktioniert der Markt nicht, es gibt kein entsprechendes Preissignal und daher keinen Lenkungseffekt. Genau das ist leider bisher passiert (Forderungen der energieintensiven Industrie). Der Zertifikatshandel ist nicht umfassend und betrifft im Wesentlichen nur Industrie und Energiewirtschaft, Verkehr oder Haushalte sind davon nicht erfasst. Der Einstieg in Zertifikatshandel heißt aber auch: selbst wenn wirksame Reduktionsmaßnahmen ergriffen werden, wird immer genausoviel emittiert, wie Zertifikate vorhanden sind, weil irgendwer die Rechte ja kauft und dann auch nutzt. Einzige hypothetische Ausnahme: wenn eine regulierende Stelle Zertifikate kaufen und sie nicht nutzen bzw. sie vernichten würde (eher unwahrscheinlich bis undenkbar, dass solches geschieht). Sorgfältiges und restriktives Management der Gesamtmenge an Zertifikaten an Emissionen wäre essentiell; beim derzeitigen Umgang damit versagt nicht nur das Instrument Zertifikatshandel an sich, sondern es konterkariert auch andere Mittel die zur Erreichung von Emissionsreduktionszielen eingesetzt werden.

zusätzlich Wissenswertes und häufig im Diskurs Erwähntes

Die Sonneneinstrahlung ist als Hauptwärmelieferant von zentraler Bedeutung für das Erdklima. Treibhausgase (hauptsächlicher mengenmäßiger Beitrag von Wasserdampf und CO2) verhindern, dass Wärme ins All reflektiert wird und machen die Erde erst zu einem lebenswerten Planeten mit einer angenehmen Durchschnittstemperatur von etwa 15°C. Dass es einen Treibhauseffekt gibt, ist also grundsätzlich vorteilhaft. Zum Problem wird, dass die Konzentration der Treibhausgase durch menschliche Einflüsse so stark erhöht wurde, dass sich die beschriebenen schädlichen Effekte ergeben.

Anthropogene Treibhausgase:

CO2, Methan, N2O, fluorierte Kohlenwasserstoffe

Ihr Beitrag zum Treibhauseffekt ist aufgrund der Häufigkeit in der Reihung abnehmend, die spezifische Wirksamkeit zunehmend: Methan erreicht 25 mal CO2-Wirksamkeit, N2O 800 mal.

Der Einfluss von Menschen auf die Treibhausgasemissionen ist stark mit dem Einsatz von Energie verknüpft (hier insbesondere fossiler Energie), aber auch mit der Landnutzung: Entwaldung, Bodenbewirtschaftung spielt eine große Rolle. Genaueres dazu z.B. auch in der Sendung über Ernährung und Energie.

Sekundäreffekte wie Stauseen (zur Energiegewinnung), die Fäulnisprozesse hervorrufen und daraus folgend Methanemissionen, oder undichte Erdgasleitungen (Hauptbestandteil CH4) müssen ebenfalls als anthropogene Beiträge zur Steigerung des Treibhauseffektes berücksichtigt werden.

Tanktourismus

Das Phänomen des Tanktourismus (aufgrund günstigerer Preise wird bevorzugt in Österreich getankt) bzw. die „Headquarter-Problematik“ (Internationale Konzerne haben – was wirtschaftspolitisch als vorteilhaft gesehen wird – Zentralen in Wien, Treibstoff wird zentral hier verrechnet, unabhängig davon, wo er verfahren wird) wird gerne geltend gemacht, um den starken verkehrsinduzierten Anstieg der Treibhausgasemissionen als rein verrechnungstechnisches Problem zu klassifizieren und in weiterer Folge wegzudefinieren. Dieser Ansatz geht aus mehreren Gründen ins Leere:

  • Der Anstieg ist allein mit Tanktourismus nicht erklärbar

  • Österreich profitiert bewusst und absichtlich von Tanktourismus und den Headquarters, und hat es bisher abgelehnt, etwa durch Mineralölsteueranpassungen beim Tanktourismus gegenzusteuern. Dann ist aber auch die Verantwortung für die genannten Nachteile in Gestalt von mehr Emissionen zu akzeptieren.

  • Emissionen können nicht in eine Art verrechnungstechnisches Nirwana verschoben werden, sondern nur „ausgecheckt“ werden, wenn sie bei einem anderen Staat, einer anderen Körperschaft „eingecheckt“ werden, und so die Konsistenz der Gesamtbilanz gewahrt bleibt. Ohne entsprechende Vereinbarungen und die derzeit nicht gegebene Bereitschaft eines anderen Verantwortungsträgers, diese zu übernehmen, ist ein solches „auschecken“ unzulässig.

Best Practices

Es erscheint unangebracht, angesichts des hochgradigen Versagens der hiesigen Klimapolitik österreichische Best-practice-Beispiele anzuführen. Die mag es auf einer Mikro-Ebene durchaus geben, sie bleiben auf der Gesamtebene jedoch ohne Relevanz, weil die hier vermiedenen (Zuwächse von) Emissionen offensichtlich nicht zu einer gesamthaften Verringerung der Emissionen gegenüber der Vergangenheit führen, und die Schwerpunktsetzung der Maßnahmen nicht ausreichend an die Erfordernisse der Zielerreichung angepasst ist. Nachdem der Verkehrssektor zumindest hierzulande der zentrale Einflussfaktor ist, und die Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur ein wesentliches Instrument zur Steuerung des Verkehrsaufkommen ist (angesichts des in der Verkehrswissenschaft bekannten Phänomens induzierter Verkehre: neue Straßen ermöglichen und ziehen damit auch langfristig neuen Verkehr an), wird beispielhaft auf den in dieser Form revolutionären und innovativen Ansatz verwiesen, der in der koreanischen Hauptstadt verfolgt wurde. Eine generalsanierungsbedürftige hochfrequentierte Stadtautobahn wurde nicht erneuert, sondern abgerissen. Ein Fluss wurde im Zuge dessen wieder freigelegt und ein Park dort geschaffen und der öffentliche Verkehr wurde reorganisiert. Es wurde daraufhin sinkendes Verkehrsaufkommen (motorisierter Individualverkehr) festgestellt.

Literatur

BMLFUW 2007., „Anpassung der Klimastrategie Österreichs zur Erreichung des Kyoto-Ziels 2008-2013“ Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Vorlage zur Annahme im Ministerrat am 21. März 2007, Wien

Kromp-Kolb H., H. Formayer 2005. „Schwarzbuch Klimawandel“ ecowin Verlag, Salzburg

IPCC 2007, “Climate Change 2007: Synthesis Report - Summary for Policymakers”, An Assessment of the Intergovernmental Panel on Climate Change - concerning key findings and uncertainties contained in the Working Group contributions to the Fourth Assessment Report - approved at IPCC Plenary XXVII (Valencia, Spain, 12-17 November 2007),

Umweltbundesamt 2004. „Kyoto Fortschrittsbericht 2004“ , Bericht BE 245 , Wien

Umweltbundesamt 2007. „Kyoto Fortschrittsbericht 1995-2005 , Datenstand 2007“, REP 081, Wien

Weblinks

http://www.ipcc.ch (aufgesucht am 09.10.2010)

http://www.klimastrategie.at (aufgesucht am 09.10.2010)

Glossar

Anthropogen: menschgemacht

H-FKW bzw. P-FKW: teilhalogenierte bzw vollhalogenierte Kohlenwasserstoffe

IPCC: Intergovernmental Panel on Climate Change – internationales Gremium von Wissenschaftlern im Rahmen der Vereinten Nationen (UN), die sich mit weltweiten Forschungen zu Klimawandel beschäftigen und wissenschaftliche Berichte zu diesem Thema erstellen. Das IPCC wurde gemeinsam von UNEP – United Nations Environmental Programme und der WMO – World Meteorological Organization etabliert.



ANHANG 1

Tabelle: Sektorale Treibhausgasemissionen in Österreich. Reale Entwicklung und Veränderung der sektoralen Ziele

REALE ENTWICKLUNG

ZIELE (für 2010 bezogen auf 1990)

Veränderung 1990-2005

Klimastrategie 2002 lt. Kyoto Fortschritts-bericht 2004

Klimastrategie Anpassung

2007

Kyoto Fortschritts-bericht 2007 (unter Berücksichtigung neuer Daten)

Raumwärme und sonst. Kleinverbrauch;

(CO2+N2O+CH4)

+4,7%

-27%

-28,1%

-20,4%

Energieaufbringung (Strom- und

Wärmeerzeugung, Raffinerien;

CO2+N2O+CH4)

+16%

-8,35%

-14,1%

-5,5%

Abfallwirtschaft (CO2+N2O+CH4)

-36,1%

-9,75%

- 40,9%

-42,1

Verkehr (CO2+N2O+CH4)

+90.6%

+22,1%

+32,3%

+48,1%

Industrie und produzierendes Gewerbe

(CO2+N2O+CH4; inkl. Prozesse, ohne

Strombezug)

+10.8%

-3,35%

-4,4%

+4,5%

Fluorierte Gase“ (H-FKW, PFKW, SF6)

-18,7%

-3,44%

+3,4%

-12,8%

Sonstige CO2-, CH4- und N2OEmissionen

(v.a. Lösemittelverwendung)

+ 20,0%

+34,61%

-27,8%

-10,2%

Landwirtschaft (N2O+CH4)

-14,3%

-47,87%

-21,4%

-22,2%

Summe Inland

+18%

-9,55%

-9,1%

-0,7%

Kyoto-Ziel

-13%

Anmerkung: die nicht im Inland erzielbare Emissionsreduktion muss durch Ankauf von Emissionsrechten aus dem Ausland (aus JI/CDM Projekten) ausgeglichen werden. In der Klimastrategie 2007 liest sich das so: „Zur Erreichung des Kyoto-Zieles sieht die Klimastrategie auch die Nutzung projektbezogener flexibler Mechanismen des Kyoto-Protokolls im Ausland vor. Bei der Erstellung der Klimastrategie 2002 war diese noch nicht quantifiziert. Mittlerweile plant Österreich den Ankauf aus Projekten im Ausmaß von neun Millionen Tonnen“. Vergleicht man Spalte 4 mit Spalte 5 so wird dies wohl nicht ausreichen.

Fußnoten

CO2, CH4, N2O, H-FKW, P-FKW, SF6

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde in der Tabelle nur die relative Änderung dargestellt. Es wird angemerkt, dass natürlich auch die absolute Größe des Ausgangsniveaus relevant ist. Hier führt allerdings ebenfalls der Verkehr mit 24,4 Mio t (gemeinsam mit der Industrie mit 24,7 Mio t) CO2- Äquivalenten mit Abstand die Wertung an.

Mit diesem Wert kann mit hoher Wahrscheinlichkeit der Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf 2 Grad Celsius begrenzt und damit die Auswirkungen der „Erderwärmung“ limitiert bzw. unumkehrbare Entwicklungen vermieden werden

Hier wird ein Vorzeichenfehler im Quelldokument nicht ausgeschlossen

“Joint Implementation” (Emissionsminderungsprojekte in Industriestaaten) bzw. “Clean Development Mechanism” (Emissionsminderungsprojekte in „Entwicklunglsländern“)

* * *

Links, Literaturtipps und

weiterführende Informationen

zum Thema Klimawandel/Klimaschutz

(zusammengestellt von den Sendungsgestalter_innen):
WWW:


Der Ökologische Fußabdruck

Ein Konzept zur Berechnung des Flächenbedarfs auf der Erde, der für den persönlichen Lebensstil durch Nahrung, Wohnen, Reisen etc.. beansprucht wird. Alle können ihren eigenen „Fußabdruck“ berechnen und so den eigenen Lebensstil überdenken. Es basiert auf einer einfachen Rechnung; wieviele Planeten von der Qualität der Erde wären nötig, wenn alle 6,7 Milliarden Menschen die gleiche Ressourcenmenge verbrauchen würden, wie Sie?
http://www.mein-fussabdruck.at/
http://www.footprint.at/

Die Österreichische Klimastrategie – eine Seite des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Die Österreichische Klimastrategie wurde nach der Evaluierung und Überarbeitung am 21. März 2007 vom Ministerrat beschlossen. In diesem Bereich des UMWELTnet werden alle Dokumente und Informationen zur Verfügung gestellt.
http://www.klimastrategie.at/

Energie-Bewusstsein
ein Infoportal zu den Themen Energieeffizienz, Energiesparen und alternativen Energiequellen, das Bewusstsein schaffen soll für Energie, Klima und Umwelt.
http://www.energie-bewusstsein.de/

Global 2000 zum Klimawandel

Die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 stellt Informationen, aktuelle Ereignisse und Mitmach-Aktionen vor.
http://www.global2000.at/site/de/tag/klima

Greenpeace zum Klimawandel
Die Homepage der Umweltschutz-Organisation Greenpeace mit aktuellen Informationen auf internationaler und nationaler Ebene, Aktionen und Hintergrundinformationen zum Klimawandel und dessen Folgen, aber auch weitere interessante Umweltthemen.
http://www.greenpeace.at/klimawandel.html

IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change
The Intergovernmental Panel of Climate Change is the leading body for the assessment of climate change, established by the United Nations Environment Programme (UNEP) and the World Meteorological Organization (WMO) to provide the world with a clear scientific view on the current state of climate change and its potential environmental and socio-economic consequences.
http://www.ipcc.ch

klima:aktiv – Impulse für effizienten Klimaschutz
eine weitere Seite des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, vulgo Lebensministerium
klima:aktiv ist die im Jahr 2004 gestartete Initiative des Lebensministeriums für aktiven Klimaschutz und Teil der Österreichischen Klimastrategie. Ziel ist die rasche und breite Markteinführung klimafreundlicher Technologien und Dienstleistungen. Dieses Programm teilt sich in die 4 Themenbereiche Bauen & Sanieren, Erneuerbare Energie, Energiesparen und Mobilität. Weitere Infos unter:
http://www.klimaaktiv.at/

Klima.fair.bessern
eine internationale Kampagne zum Thema Armut und Klimagerechtigkeit. Hier gibt es viele Informationen zu Handlungsmöglichkeiten, aktuellen Aktionen, bei denen man sich beteiligen kann, sowie Tipps und Materialien um das Thema in der eigenen Pfarre einzubringen.
http://www.klimafairbessern.koo.at/

Klimawandel Global
Diese Seite wird von drei Studierenden geführt und liefert Informationen über den Klimawandel, dessen Folgen und Ursachen und über Klimaschutz
http://www.klimawandel-global.de/

Umweltbundesamt – Treibhausgasemissionen
Die Ergebnisse der aktuellen Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamt zeigen im Jahr 2008, dem ersten Jahr der Kyoto-Verpflichtungsperiode einen weiteren Rückgang der Treibhausgasemissionen. Wer sich für die Details interessiert geht auf:
http://www.umweltbundesamt.at/presse/lastnews/newsarchiv_2010/news20100113/

Umweltbundesamt – Klimaschutzbericht 2009

Die Abteilung oder wie es das Umweltbundesamt nennt das Programm, das sich mit Emissionen und Klimaschutz beschäftigt heißt „Wirtschaft & Wirkung“ (Leiter: Dr. Jürgen Schneider). Den aktuellen Klimaschutzbericht von 2009 findet man entweder direkt auf der Seite:
http://www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/klima/
oder unter Umweltbundesamt/Publikationen/Klima
http://www.umweltbundesamt.at/publikationen/publikationssuche/publikationsdetail/?&pub_id=1800.
Weitere Publikationen zum Thema Klima findet man unter:
http://www.umweltbundesamt.at/publikationen/publikationsliste/?&pub_category_id=23.

Zum Weiterlesen:

Hänggi, Marcel: Wir Schwätzer im Treibhaus. Warum die Klimapolitik versagt.2008, Zürich:Rotpunktverlag.

Kromp-Kolb Helga, Formayer Herbert: Schwarzbuch Klimawandel. Wie viel Zeit bleibt uns noch?
2005, Salzburg: ecowin-Verl., 222 S., € 19,90.-, ISBN 3902404140

Pomrehn Wolfgang: Heiße Zeiten. Wie der Klimawandel gestoppt werden kann. 2007, Papyrossa Verlagsges. bzw. Neue Kleine Bibliothek, 236 S., € 16,90.-, ISBN 3894383712

Rahmstorf Stefan, Schellnhuber Hans-Joachim: Der Klimawandel: Diagnose, Prognose, Therapie. 2007, 5.Auflage, 144 S., € 7,90.-, ISBN 3406508669
(Rezension: Susanne Billig, Deutschlandradio Kultur, 23. März 2006
“In dem Buch “Klimawandel” in der Reihe “Wissen” des C.H. Beck Verlages melden sich zwei ausgewiesene Fachleute zu Wort: Hans-Joachim Schellnhuber ist Gründer und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam. Stefan Rahmstorf forscht am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und ist Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Auf 144 Seiten geht es einmal quer durch das Fachgebiet, das die Autoren in fünf Abschnitte aufgeteilt haben: Die Klimageschichte der Erde; die derzeitige globale Erwärmung und ihre Ursachen, die Folgen des Klimawandels; die öffentliche Diskussion um den Klimawandel und schließlich die möglichen Lösungswege. Viele ihrer Aussagen und Analysen zum Klimawandel sind bekannt - doch man hat sie selten so kompakt, übersichtlich und kompetent auf so wenig Raum zusammengefasst gefunden.”)

Gore Al, Our Choice - A Plan To Solve The Climate Crisis Climate Crisis. 3. November 2009, St. Martin’S Press, 1. Auflage, 416 Seiten, englisch; € 16,95.-, ISBN 1594867348
auf deutsch:
Gore Al, Wir haben die Wahl: Ein Plan zur Lösung der Klimakrise. 18. November 2009, Riemann Verlag, 1. Auflage, 416 Seiten, deutsch, gebundene Ausgabe; € 21,95.-, ISBN 3570501159
Al Gore’s neues Buch „Our Choice – A Plan To Solve The Climate Crisis“, welches ein inspirierender Aufruf zum Handeln ist, für diejenigen, die bereit sind Lösungen zur Bekämpfung der Klimakrise zu finden. Informationen zu diesem Buch findet man unter: http://www.climatecrisis.net/. Der Offiziellen Seite von Projekten Al Gore’s, ursprünglich gestartet um Informationen über den Film „Eine unbequeme Wahrheit - An Inconvenient Truth“ bereitzustellen wie zum Beispiel: Rezensionen, Preise, öffentliche Reaktion dazu, und der dem Film zu Grunde liegenden Thematiken.

Filmtipps:

Age of Stupid. Ein Film der die Augen öffnet.
http://www.ageofstupid.net/

Eine unbequeme Wahrheit, mit Al Gore, Regie: Davis Guggenheim, 2007, Paramount Home Entertainment. Spieldauer: 93 Minuten, (Titel im Original: An Inconvenient Truth)
http://movies.universal-pictures-international-germany.de/eineunbequemewahrheit/ait_live/

Interviewpartner_innen aus der Sendung


Dr.phil. O.Univ.Prof. Helga Kromp-Kolb

Institutsleitung des Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur
E-Mail: helga.kromp-kolb@boku.ac.at


Dipl.-Ing. Elisabeth Pötzelsberger

Projektassistentin und Doktorratsstudentin am Institut für Waldbau der Universität für Bodenkultur
E-Mail: elisabeth.poetzelsberger@boku.ac.at

Mag.a Josefa Molitor- Ruckenbauer
Koordinatorin der Kampagne klima.fair.bessern der KOO – Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission.
E-Mail: info@klimafairbessern.koo.at

Dr. Jürgen Schneider
vom Umweltbundesamt
Programmleiter Wirtschaft & Wirkung
E-Mail: juergen.schneider@umweltbundesamt.at

(Pressestelle des Umweltbundesamts:
Ingeborg Zechmann
E-Mail: ingeborg.zechmann@umweltbundesamt.at)